Liegenschaftsrecht
Neben der Errichtung von Kaufverträgen(siehe dort) gehören Übergabs-, Schenkungs-, Realteilungs-, Tausch-, Miet-, Pacht- und Dienstbarkeitsverträge zum Kernbereich der notariellen Tätigkeit.
Übergabsvertrag:
Übergabsverträge betreffen in erster Linie Ein-und Mehrfamilienhäuser sowie (Land- und Forstwirtschaftliche) Betriebe, an denen der Übergeber gewisse Rechte (Wohnrecht, Fruchtgenussrecht, Belastungs- und Veräußerungsverbot, Pflegeanspruch, Rentenanspruch) behält. Im Zentrum der Beratung stehen neben der Absicherung des Übergebers erbrechtliche Aspekte, wie die Abfindung weichender Nachkommen sowie steuerrechtliche Aspekte.
Schenkungsvertrag:
Ein Schenkungsvertrag liegt dann vor, wenn die Zuwendung vollkommen freigiebig erfolgt, ohne dass der Geschenknehmer dem Geschenkgeber eine Gegenleistung erbringen muss.
Übergabs- und Schenkungsvertrag nach dem Todesfall:
Sowohl Schenkungs- als auch Übergabsverträge können auch als Verträge auf den Todesfall des Geschenkgeber/Übergebers abgeschlossen werden, sodass sie zwar sofort bindend sind, der Eigentumsübergang jedoch auf das Ableben des Übergebers abgeschoben ist.
Realteilungsvertrag und Tauschvertrag:
Bei Errichtung von Realteilungsverträgen(=Teilung einer den Vertragspartnern gemeinsam gehörenden Liegenschaft der Fläche nach) sowie Tauschverträgen(=Tausch von Flächen zwischen verschiedenen Eigentümern) steht insbesondere seit Einführung der Immobilienertragsteuer die steueroptimale Gestaltung (siehe Steuerrecht) sowie der lastenfreie Erwerb der Grundstücke im Zentrum der notariellen Beratung. Beiden Vertragsarten ist gemein, dass die Grunderwerbsteuer/Immobilienertragsteuer vom Verkehrswert der Liegenschaften zu bemessen ist.
Dienstbarkeitsvertrag:
Dienstbarkeitsverträge dienen insbesondere zur Absicherung von Geh-, Fahr-, Leitungs-, Quellfassung-, und sonstigen Nutzungsrechten an Liegenschaften. Durch die Eintragung der Dienstbarkeit im Grundbuch wird gesichert, dass das Nutzungsrecht bei Verkauf des dienenden Grundstückes nicht verloren geht. Servituten können entgeltlich oder unentgeltlich zu Gunsten bestimmter Grundstücke(Grunddienstbarkeiten) oder zu Gunsten bestimmter Personen(Personalservituten) eingeräumt werden.
Miet- und Pachtvertrag:
Zum Liegenschaftsrecht im weiteren Sinn gehören auch Miet- und Pachtverträge, bei welchen dem Mieter/Pächter vom Eigentümer gegen Entgelt ein Nutzungsrecht an Grundstücken, Wohnungen oder ganzen Gebäuden eingeräumt wird. Da das Mietrecht eine Vielzahl von verschiedenen Mietobjekten regelt (Vollanwendungsbereich Mietrechtsgesetz, Teilanwendungsbereich Mietrechtsgesetz, Vollausnahmen vom Mietrechtsgesetz), ist vor Abschluss eines Mietvertrages eine eingehende Beratung unerlässlich, um unliebsame Folgen zu vermeiden, insbesondere hinsichtlich des Mietzinses und der hieb- und stichfesten Befristung.
Kosten:
Die mit der Errichtung von Liegenschaftsverträgen verbundenen Kosten sind abhängig vom Einheitswert der Liegenschaft bzw. von der erbrachten Gegenleistung. Der Notar erstellt Ihnen im Zuge eine kostenfreien Erstberatung gerne einen kostenfreien Kostenvoranschlag.
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