Familienrecht
Das Familienrecht unterliegt, als Spiegel der immerwährenden Entwicklung innerhalb der Gesellschaft, regelmäßig Gesetzesänderungen und -neuerungen. Wir sind Ihnen dabei behilflich, diese Änderungen und Rechtsvorschriften zu verstehen und gesetzestreu zu handeln und zu agieren.
Eheverträge:
Ein Ehepakt (Ehevertrag) regelt die Vermögensverhältnisse zwischen den Ehegatten. Er muss vor dem Notar geschlossen werden. Wird kein Ehepakt geschlossen, so besteht nach dem Gesetz während der Ehe Gütertrennung. Das bedeutet, dass jeder Partner Eigentümer des Vermögens bleibt, das er oder sie in die Ehe eingebracht oder während der Ehe erwirtschaftet hat. Dies ist auch sinngemäß auf eingetragene Partner anzuwenden.
Vereinbarungen für den Fall der Scheidung:
Mit Vereinbarung können aber nicht nur die Verhältnisse während der Ehe geregelt werden, sondern auch die vermögensrechtlichen Auswirkungen im Falle einer Scheidung. Wird nichts anderes vereinbart, so unterliegen die ehelichen Ersparnisse (Wertanlagen, die die Ehegatten während der Ehe angesammelt haben) und das eheliche Gebrauchsvermögen (alle Sachen, die während der Ehe von beiden Ehegatten gebraucht wurden wie z.B. Hausrat und Ehewohnung) der Aufteilung.
Sachen, die ein Ehegatte in die Ehe eingebracht, von Todes wegen erworben oder von dritter Seite geschenkt bekommen hat, sind von der Aufteilung ausgenommen. Ausgenommen sind weiters Sachen, die dem persönlichen Gebrauch eines Ehegatten allein oder der Ausübung seines Berufes dienen oder Anteile an einem Unternehmen sind.
Ehewohnung und Scheidung:
Vor dem Inkrafttreten des FamRÄG 2009 mit 1.1.2010 blieb eine Ehewohnung, die ein Ehegatte in die Ehe eingebracht hatte, nicht unbedingt auch nach einer Scheidung in seinem Eigentum. Unter bestimmten Umständen konnte auch die Ehewohnung aufgeteilt oder sogar an den anderen Ehegatten übertragen werden.
Hier gibt es jedoch nunmehr Verbesserungen: Seit 1.1.2010 besteht nämlich die Möglichkeit, schon im Voraus eine Vereinbarung zu treffen, wonach die Ehewohnung im Falle einer Scheidung von der Aufteilung ausgeschlossen ist. Diese Vereinbarung muss vor einem Notar in der Form eines Notariatsaktes geschlossen werden.
Die Einvernehmliche Scheidung:
Die Einvernehmliche Scheidung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Es bedarf eines gemeinsamen Scheidungsbegehrens, der Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft seit mindestens 6 Monaten und weiters das Zugeständnis der unheilbaren Zerrüttung der Ehe durch die Eheleute. Außerdem müssen die Ehegatten eine Vereinbarung über die Scheidungsfolgen dem Gericht vorlegen oder mündlich vor Gericht schließen. Diese muss bestimmte gesetzlich geregelte Themenbereiche umfassen.
Wie helfen wir Ihnen:
Durch Errichtung von Ehe- und Partnerschaftsverträgen zur sorgfältigen Regelung der Vermögensverhältnisse während, aber auch nach Beendigung der Ehe oder eingetragenen Partnerschaft, sichern wir mit Ihnen die Erhaltung des familiären Friedens. Wir sind Ihr objektiver Berater und treffen unter Berücksichtigung der Interessen beider (Ehe)Partner alle Vorbereitungen für die einvernehmliche gerichtliche Scheidung.
Weitere Angelegenheiten des Familienrechts:
Weiters sparen wir Ihnen durch unsere unbürokratische Vorbereitung von Adoptionen, Vaterschaftsanerkenntnissen und Erklärungen zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung sowie die Beratung in Sachwalterschafts- und Pflegschaftsangelegenheiten Zeit und Behördenwege.
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